Energieausweis Berlin
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Bezirk 07 · Alle Baualtersklassen in einem Bezirk

Energieausweis in Berlin Tempelhof-Schöneberg

Von der Gründerzeit in Schöneberg und Friedenau über die Zwischenkriegssiedlungen bis zu den Einfamilienhäusern in Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade: Kaum ein Bezirk deckt so viele Baualtersklassen ab. Welche Ausweisart gilt, entscheidet sich hier Straße für Straße.

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Ortsteile
Schöneberg · Friedenau · Tempelhof · Mariendorf · Marienfelde · Lichtenrade
Verbrauchsausweis ab 69,90 €
Bedarfsausweis ab 119,90 €
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Bausubstanz im Bezirk

Drei Baualtersklassen prägen den Bestand. Sie entscheiden darüber, ob Wahlrecht besteht und wie belastbar die Verbrauchsdaten sind.

Axonometrische Zeichnung einer Genossenschaftssiedlung der 1920er Jahre: zwei viergeschossige Zeilen um einen rechteckigen Grünhof, der linke Block aufgeschnitten, im Keller die Heizzentrale und eine Leitung quer unter dem Hof zum gegenüberliegenden Block.
Reformsiedlung, 1920er · eine Zentrale für die ganze Anlage
bis 1918
Bayerisches Viertel und Friedenau

Gründerzeitliche Mietshäuser mit fünf und mehr Wohneinheiten, überwiegend Wahlrecht.

1924–1930
Ceciliengärten und Reformsiedlungen

Genossenschaftlicher Siedlungsbau, teils denkmalgeschützt, mit zentraler Wärmeversorgung.

1950–1975
Süden des Bezirks

Reihen- und Einfamilienhäuser in Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade, meist mit eigenem Kessel.

Welche Ausweisart hier typisch ist

Im Norden ist der Verbrauchsausweis die Regel. Die Mietshäuser in Schöneberg und Friedenau haben deutlich mehr als vier Wohneinheiten, die Heizkostenabrechnung liefert die nötigen drei Jahre.

Im Süden dreht sich das Bild. Reihen- und Einfamilienhäuser mit Bauantrag vor dem 1.11.1977 fallen unter die Bedarfsausweis-Pflicht, sofern nicht saniert wurde. Der Ausweis-Check klärt das in zwei Fragen.

Faustregel
Mietshaus in Schöneberg oder Friedenau

Verbrauchsausweis, ab 69,90 €

Reihenhaus in Mariendorf, Marienfelde, Lichtenrade

Bedarfsausweis, ab 119,90 €

Der Bezirk in Zahlen

Bei genossenschaftlichen Beständen liegt die Heizkostenabrechnung zentral vor. Das macht den Verbrauchsausweis dort zur unkomplizierten Variante.

Tempelhof-Schöneberg in Berlin · Geometrie: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (CC BY)
356.959
Einwohner, Stand 31.12.2024
64.313
Fernwärme-Wohneinheitsäquivalente der BEW
17.423
Wohngebäude im Eigentum von Privatpersonen
1.866
genossenschaftliche Wohngebäude
Quellen: Zensus 2022; Berliner Wärmeplan 2026, Tabelle 1 (BEW, Stand 2023); Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

Bauantragsdatum nachweisen

An dieser einen Angabe hängt die ganze Regel: Bei bis zu vier Wohneinheiten und Bauantrag vor dem 1.11.1977 ist der Bedarfsausweis Pflicht. Maßgeblich ist der Bauantrag, nicht die Fertigstellung – dazwischen liegen oft ein bis zwei Jahre.

Zuständig
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin

Das Bauaktenarchiv im Stadtentwicklungsamt verwahrt die Bauakte Ihres Gebäudes. Einsicht bekommen Eigentümer auf Antrag, in der Regel gegen Gebühr.

Kein Bezirk mischt die Baualtersklassen so gründlich: Gründerzeit in Schöneberg und Friedenau, Zwischenkriegssiedlungen in Tempelhof, Reihenhausgebiete der Fünfziger und Sechziger in Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade. Für die Ausweisart heißt das, dass sich hier nichts pauschal sagen lässt – das Bauantragsdatum entscheidet Haus für Haus. Einsicht in die Bauakte gewährt das Bauaktenarchiv im Stadtentwicklungsamt.

Zuerst die eigenen Unterlagen

Kaufvertrag, Teilungserklärung, Baubeschreibung oder Unterlagen der Voreigentümer nennen das Datum oft schon.

Dann die Bauakte

Sie enthält den Bauantrag im Original. Der Antrag auf Einsicht läuft über das Bezirksamt, in dem das Gebäude liegt.

Wenn nichts davon hilft

Auch ohne exaktes Datum lässt sich der Fall meist einordnen – schreiben Sie uns, was Sie haben.

Häufige Fragen aus Tempelhof-Schöneberg

Was Eigentümer in diesem Bezirk am häufigsten wissen wollen.

Frage stellen
Mietshaus in Schöneberg oder Friedenau – welcher Ausweis?

Der Verbrauchsausweis ab 69,90 €. Die Gründerzeitbestände dort haben fast durchgängig mehr als vier Wohneinheiten, damit besteht Wahlrecht unabhängig vom Baujahr. Voraussetzung bleiben drei zusammenhängende Jahre Verbrauchsdaten – bei zentraler Heizung liefert sie die Abrechnung des Versorgers.

Reihenhaus in Mariendorf, Marienfelde oder Lichtenrade?

Dort ist der Bedarfsausweis ab 119,90 € der häufigere Fall. Die Siedlungen stammen überwiegend aus den Fünfzigern und Sechzigern, liegen also vor dem Stichtag 1.11.1977, und haben ein bis zwei Wohneinheiten. Nur eine nachweisbare Sanierung auf WSchVO-Niveau eröffnet das Wahlrecht.

Wie finde ich heraus, in welche Klasse mein Gebäude fällt?

Über zwei Angaben: Bauantragsdatum und Anzahl der Wohneinheiten des gesamten Gebäudes – nicht der verkauften oder vermieteten Einheit. Der Ausweis-Check fragt genau diese beiden Punkte ab und nennt sofort die zulässige Ausweisart. Ist das Datum unbekannt, hilft die Bauakte weiter.

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