Energieausweis in Berlin Tempelhof-Schöneberg
Von der Gründerzeit in Schöneberg und Friedenau über die Zwischenkriegssiedlungen bis zu den Einfamilienhäusern in Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade: Kaum ein Bezirk deckt so viele Baualtersklassen ab. Welche Ausweisart gilt, entscheidet sich hier Straße für Straße.
Bedarfsausweis ab 119,90 €
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Bausubstanz im Bezirk
Drei Baualtersklassen prägen den Bestand. Sie entscheiden darüber, ob Wahlrecht besteht und wie belastbar die Verbrauchsdaten sind.

Gründerzeitliche Mietshäuser mit fünf und mehr Wohneinheiten, überwiegend Wahlrecht.
Genossenschaftlicher Siedlungsbau, teils denkmalgeschützt, mit zentraler Wärmeversorgung.
Reihen- und Einfamilienhäuser in Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade, meist mit eigenem Kessel.
Welche Ausweisart hier typisch ist
Im Norden ist der Verbrauchsausweis die Regel. Die Mietshäuser in Schöneberg und Friedenau haben deutlich mehr als vier Wohneinheiten, die Heizkostenabrechnung liefert die nötigen drei Jahre.
Im Süden dreht sich das Bild. Reihen- und Einfamilienhäuser mit Bauantrag vor dem 1.11.1977 fallen unter die Bedarfsausweis-Pflicht, sofern nicht saniert wurde. Der Ausweis-Check klärt das in zwei Fragen.
Verbrauchsausweis, ab 69,90 €
Bedarfsausweis, ab 119,90 €
Der Bezirk in Zahlen
Bei genossenschaftlichen Beständen liegt die Heizkostenabrechnung zentral vor. Das macht den Verbrauchsausweis dort zur unkomplizierten Variante.
Bauantragsdatum nachweisen
An dieser einen Angabe hängt die ganze Regel: Bei bis zu vier Wohneinheiten und Bauantrag vor dem 1.11.1977 ist der Bedarfsausweis Pflicht. Maßgeblich ist der Bauantrag, nicht die Fertigstellung – dazwischen liegen oft ein bis zwei Jahre.
Das Bauaktenarchiv im Stadtentwicklungsamt verwahrt die Bauakte Ihres Gebäudes. Einsicht bekommen Eigentümer auf Antrag, in der Regel gegen Gebühr.
Kein Bezirk mischt die Baualtersklassen so gründlich: Gründerzeit in Schöneberg und Friedenau, Zwischenkriegssiedlungen in Tempelhof, Reihenhausgebiete der Fünfziger und Sechziger in Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade. Für die Ausweisart heißt das, dass sich hier nichts pauschal sagen lässt – das Bauantragsdatum entscheidet Haus für Haus. Einsicht in die Bauakte gewährt das Bauaktenarchiv im Stadtentwicklungsamt.
Kaufvertrag, Teilungserklärung, Baubeschreibung oder Unterlagen der Voreigentümer nennen das Datum oft schon.
Sie enthält den Bauantrag im Original. Der Antrag auf Einsicht läuft über das Bezirksamt, in dem das Gebäude liegt.
Auch ohne exaktes Datum lässt sich der Fall meist einordnen – schreiben Sie uns, was Sie haben.
Häufige Fragen aus Tempelhof-Schöneberg
Was Eigentümer in diesem Bezirk am häufigsten wissen wollen.
Frage stellenMietshaus in Schöneberg oder Friedenau – welcher Ausweis?
Der Verbrauchsausweis ab 69,90 €. Die Gründerzeitbestände dort haben fast durchgängig mehr als vier Wohneinheiten, damit besteht Wahlrecht unabhängig vom Baujahr. Voraussetzung bleiben drei zusammenhängende Jahre Verbrauchsdaten – bei zentraler Heizung liefert sie die Abrechnung des Versorgers.
Reihenhaus in Mariendorf, Marienfelde oder Lichtenrade?
Dort ist der Bedarfsausweis ab 119,90 € der häufigere Fall. Die Siedlungen stammen überwiegend aus den Fünfzigern und Sechzigern, liegen also vor dem Stichtag 1.11.1977, und haben ein bis zwei Wohneinheiten. Nur eine nachweisbare Sanierung auf WSchVO-Niveau eröffnet das Wahlrecht.
Wie finde ich heraus, in welche Klasse mein Gebäude fällt?
Über zwei Angaben: Bauantragsdatum und Anzahl der Wohneinheiten des gesamten Gebäudes – nicht der verkauften oder vermieteten Einheit. Der Ausweis-Check fragt genau diese beiden Punkte ab und nennt sofort die zulässige Ausweisart. Ist das Datum unbekannt, hilft die Bauakte weiter.
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