Energieausweis in Berlin-Neukölln
Neukölln ist der Bezirk mit der geringsten BEW-Fernwärmeversorgung – und hat trotzdem viel Fernwärme: Das Fernheizwerk Neukölln betreibt ein eigenes Netz mit rund 120 Kilometern Länge und knapp 30 Prozent Biomasse im Brennstoffmix.
Bedarfsausweis ab 119,90 €
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Bausubstanz im Bezirk
Drei Baualtersklassen prägen den Bestand. Sie entscheiden darüber, ob Wahlrecht besteht und wie belastbar die Verbrauchsdaten sind.

Dichte Gründerzeitbebauung, häufig Gasetagenheizungen ohne zentrale Verbrauchserfassung.
UNESCO-Welterbe von Bruno Taut. Farbgebung, Fenster und Fassade sind denkmalrechtlich gebunden.
Großsiedlung mit Hochhäusern und zentraler Wärmeversorgung, überwiegend saniert.
Welche Ausweisart hier typisch ist
In der Gropiusstadt und den Beständen der Wohnungsunternehmen ist der Verbrauchsausweis Standard. Auch die Altbauten im Norden haben meist deutlich mehr als vier Wohneinheiten und damit Wahlrecht.
Der Engpass ist die Datenlage: Wo jede Wohnung ihre eigene Gastherme hat, existiert keine Gebäudeabrechnung. Dann sind entweder alle Einzelnachweise nötig oder der Bedarfsausweis ist der schnellere Weg.
Verbrauchsausweis, ab 69,90 €
Bedarfsausweis, ab 119,90 €
Der Bezirk in Zahlen
Wer an das FHW-Netz angeschlossen ist, braucht die Abrechnung dieses Versorgers – nicht die der BEW. Wir prüfen anhand der Adresse, welches Netz zuständig ist.
Bauantragsdatum nachweisen
An dieser einen Angabe hängt die ganze Regel: Bei bis zu vier Wohneinheiten und Bauantrag vor dem 1.11.1977 ist der Bedarfsausweis Pflicht. Maßgeblich ist der Bauantrag, nicht die Fertigstellung – dazwischen liegen oft ein bis zwei Jahre.
Das Bauaktenarchiv im Stadtentwicklungsamt verwahrt die Bauakte Ihres Gebäudes. Einsicht bekommen Eigentümer auf Antrag, in der Regel gegen Gebühr.
Im Norden, um Reuterkiez und Schillerkiez, steht dichte Gründerzeitbebauung – Bauantrag lange vor 1977. Im Süden wird es genauer: Die Hufeisensiedlung in Britz entstand zwischen 1925 und 1930, die Gropiusstadt zwischen 1962 und 1975, dazwischen liegen Siedlungshäuser in Buckow und Rudow aus allen Jahrzehnten. Wo das Datum über Pflicht oder Wahlrecht entscheidet, hilft die Bauakte; Einsicht gewährt das Bauaktenarchiv im Stadtentwicklungsamt.
Kaufvertrag, Teilungserklärung, Baubeschreibung oder Unterlagen der Voreigentümer nennen das Datum oft schon.
Sie enthält den Bauantrag im Original. Der Antrag auf Einsicht läuft über das Bezirksamt, in dem das Gebäude liegt.
Auch ohne exaktes Datum lässt sich der Fall meist einordnen – schreiben Sie uns, was Sie haben.
Häufige Fragen aus Neukölln
Was Eigentümer in diesem Bezirk am häufigsten wissen wollen.
Frage stellenIch bin ans Fernheizwerk Neukölln angeschlossen – welche Abrechnung brauchen Sie?
Die Ihres tatsächlichen Versorgers, also die des FHW Neukölln und nicht die der BEW. Der Bezirk hat mit 14.283 Wohneinheitsäquivalenten den niedrigsten BEW-Wert Berlins und trotzdem viel Fernwärme – das eigene Netz ist rund 120 Kilometer lang und erreicht 29,5 Prozent Biomasse im Brennstoffmix. Wir prüfen anhand der Adresse, welches Netz zuständig ist.
Wohnung in der Gropiusstadt – was ist zu tun?
In aller Regel nichts Eigenes: Die Bestände gehören Wohnungsunternehmen, die den Ausweis für das gesamte Gebäude führen. Der Verbrauchsausweis ist dort Standard, weil viele Wohneinheiten und zentrale Wärmeversorgung zusammenkommen. Fragen Sie vor einer Beauftragung bei der Verwaltung nach.
Mein Haus gehört zur Hufeisensiedlung – gelten Sonderregeln?
Die Siedlung ist UNESCO-Welterbe, Farbgebung, Fenster und Fassade sind denkmalrechtlich gebunden. Für Baudenkmale greifen die Vorlage- und Aushangpflichten nach § 80 Abs. 3 bis 7 GModG nicht (§ 79 Abs. 4); bei größeren Änderungen mit Berechnung nach § 38 ist dennoch ein Bedarfsausweis auszustellen. Ob Ihr konkretes Gebäude als Baudenkmal geführt wird, klärt die Denkmalbehörde.
Energieausweis für Ihr Objekt in Neukölln
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